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Europa trifft China - China trifft Europa
Die Anfänge des Wissensaustauschs:
Jesuiten-Missionare in China
vom 16. bis zum 18. Jahrhundert
Europa und China blicken auf über 400 Jahre wissenschaftliche Kooperation zurück. Auch das Rheinland hat hierbei in der Person des Kölner Kurfürsten Ferdinand (1577–1650) einen wichtigen Beitrag geleistet, zum Beispiel bei der Reform des chinesischen Kalenders, der Erstellung des ersten Handbuchs deutscher Ingenieurskunst in China, und vielen weiteren Meilensteinen des globalen Wissenstransfers.
In Zeiten der christlichen Inquisition und Gegenreformation waren Wissenschaftler, die den Theorien von Kepler und Galilei glaubten oder gar medizinische Obduktionen durchführten, in Europa in großer Gefahr. In China wurden Christen zwar zeitweise verfolgt, doch gelang es den dortigen Jesuiten gerade mithilfe der Wissenschaft die Gunst des Kaisers zu erlangen. Johann Adam Schall von Bell aus Lüftelberg (Meckenheim bei Bonn, 1592–1666) stieg sogar zum Staatsbeamten Erster Klasse auf und stand in Peking dem Astronomischen Amt vor.
Doch dies schafften die Missionare keineswegs allein: Garanten des Erfolgs ihrer wissenschaftlichen Tätigkeit in China waren chinesische Gelehrte, die mit ihnen zusammen arbeiteten. Deshalb feiern wir 2012 nicht nur den 420. Geburtstag von Johann Adam Schall von Bell, sondern auch den 450. Geburtstag des chinesischen Gelehrten Xu Guangqi (1562–1633).
Die Ausstellung erzählt von den wissenschaftlichen Erkenntnissen der europäischen Forscher-Missionare und ihrer chinesischen Kollegen, illustriert durch reiches Bildmaterial, inszeniert in einer luftigen Konstruktion aus Bambus. Ergänzt wird die Präsentation durch originalgroße Repliken astronomischer Instrumente der antiken Pekinger Sternwarte, die 17. und 18. Jahrhundert von chinesischen und westlichen Gelehrten gemeinsam entwickelt wurden.
Begleitend finden ein wissenschaftliches Symposium sowie ein anspruchsvolles Rahmenprogramm mit Vorträgen, Astronomie-Workshops, Vorführungen und vielem mehr statt.
Der Eintritt ist frei.
Öffnungszeiten:
3. Mai bis 3. Juni 2012
Dienstag und Mittwoch von 10 bis 21 Uhr
Donnerstag bis Sonntag von 10 bis 19 Uhr
Montags (außer 28. Mai) bleibt die Ausstellung geschlossen.
Ort:
"Pavillon" und "Südwiese" der Bundeskunsthalle
Wegbeschreibung (PDF)
Schirmherr:
Oberbürgermeister Jürgen Nimptsch
Veranstalter:
Ostasien-Institut e.V.
Bonner Gesellschaft für China-Studien e.V.











